15.01.2026 | 12 Bilder 2 Dokumente

Rückblick, Ausblick und Fundamente für die Zukunft

2026 – ein Jahr von immenser Bedeutung
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Franz Pegger, Vorsitzender des Vereins Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Landeshauptmann Anton Mattle und Direktor Andreas Rudigier auf der Ferdinandeums-Baustelle (v. li.).

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  • Ausblick auf das Jahr 2026
  • Update zum Ferdinandeums-Umbau
  • Ausstellungs- und Event-Highlights des Jahres 2026 sowie „Ferdinandeum unterwegs“
  • Besucherzahlen 2025

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Das vergangene Jahr stand in den Tiroler Landesmuseen ganz im Zeichen einer Neustrukturierung. So wurde etwa ein Ausstellungs- und Veranstaltungsmanagement etabliert, ein Organigramm finalisiert sowie in technische Aufrüstung und Digitalisierung investiert. Eine neue Museumsdatenbank ist demnächst auf Schiene, ein modernes Kassasystem für alle Häuser eingeführt und weitere technische Verbesserungen werden konsequent aufgebaut. „Eine gute technische Infrastruktur ist die Basis für einen modernen Museumsbetrieb, nicht zuletzt in Hinblick auf die Neueröffnung des Ferdinandeums 2028“, so Direktor Andreas Rudigier.

Die notwendigen personellen Erneuerungen sind weitgehend vollzogen, die Bereichsleitung für die Archäologische Abteilung, die Wolfgang Sölder über 23 Jahre lang geleitet hat, wurde nun auch mit 1. Jänner 2026 von dem gebürtigen Tiroler Andreas Picker (Jg. 1980) übernommen. Für das Museum im Zeughaus wird aufgrund der Pensionierung von Claudia Sporer-Heis 2026 eine neue Leitung ausgeschrieben.

Im ersten Halbjahr 2026 wird die neue Strategie der Tiroler Landesmuseen finalisiert und damit auch die inhaltliche Ausrichtung des Ferdinandeums als „Haus der Kunst“ bis zur Jahresmitte festgelegt. Die Zielsetzung des neuen Ferdinandeums ist für Direktor Andreas Rudigier klar: „Das Publikum soll sich mit dem neuen Ferdinandeum voll und ganz identifizieren können. Es ist mir ein großes Anliegen, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Die Menschen sollen spüren, dass dieses Museum ein Ort ist, der auch ihnen gehört.“

Für das Museum im Zeughaus sowie für das Tirol Panorama wurden zwischenzeitlich Potenzialanalysen vorgenommen, denn „Museen dürfen nie fertig gedacht sein, sie müssen sich einem ständigen Transformationsprozess unterziehen, um am Puls der Zeit zu bleiben“, so Direktor Andreas Rudigier. Umsetzungsmöglichkeiten werden trotz eingeschränkter budgetärer Möglichkeiten derzeit geprüft. Direktor Andreas Rudigier zeigt sich optimistisch: „Finanzielle Ressourcen allein sind kein Maßstab für Qualität, vielmehr geht es um Haltung, Kompetenz und Engagement.“ Und schließlich wird 2026 mit Aguntum die antike Römerstadt in Osttirol in die Tiroler Landesmuseen eingegliedert. Damit wird das Jahr 2026 kein Übergangsjahr, sondern ein Schlüsseljahr – eines, in dem Vorbereitung in Umsetzung und Planung in Fortschritt übergeht.

Landeshauptmann und Kulturreferent Anton Mattle sieht die Entwicklungen in den Tiroler Landesmuseen sehr positiv. „Die Tiroler Landesmuseen entwickeln sich inhaltlich und infrastrukturell weiter. Gerade mit dem Umbau des Flaggschiffs Ferdinandeum ist der Aufbruch in eine neue Ära spürbar. Mein Dank gilt allen voran den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Tiroler Landesmuseen zu einem Ort des Erlebnisses und der Inspiration für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, aber auch zu einem Ort der Weiterbildung und der Forschung machen“, erklärt LH Mattle.

Update zum Umbau des Ferdinandeums
Die Bagger sind aufgefahren und damit ist die Baustelle des Ferdinandeums seit September deutlich sichtbar – um den historischen Bestand abzusichern, wurden über die Sommermonate mittels Spezialtiefbau Unterfangungs- und Stabilisierungsarbeiten unternommen. Im September wurde mit dem Abbruch gestartet, der nun beinahe abgeschlossen ist. Das Fundament kann bald gelegt werden, im Februar 2026 wird mit dem Hochbau begonnen. Der Kostenrahmen von 58,9 Millionen hält, der Fertigstellungstermin ist derzeit für 2028 geplant.

Ausstellungen und Interventionen: Extreme Lebensräume, Herkunftsgeschichten, RLB-Kunstpreis
Mit der Intervention „Jawoll, Bestzeit! Die Olympischen Winterspiele in Innsbruck 1976“ feiert das Tirol Panorama das 50-Jahr-Jubiläum dieses sportlichen Großereignisses. Bei der Olympia-Rallye, die als digitale Schnitzeljagd durch das Museum und auf den Bergisel führt, können Schüler*innen darüber hinaus ihr Wissen rund um die Olympischen Winterspiele 1976 vertiefen (in Kooperation mit der Stadt Innsbruck und dem Medienzentrum des Landes Tirol). Die große Bedeutung des Sports in und für Tirol steht 2026 auch in der Intervention „Es lebe der Sport!?“ im Museum im Zeughaus im Mittelpunkt. Mit welchen faszinierenden Eigenschaften sich Tiere und Pflanzen an extreme Verhältnisse anpassen und so in außergewöhnlichen Lebensräumen bestehen können, zeigt die Ausstellung „Extrem. Anpassungsstarke Natur“ in unserem externen Ausstellungsraum Weiherburg beim Alpenzoo. In der Ausstellung „Aufgespürt. Objekte, Geschichten, Geheimnisse“ im Tiroler Volkskunstmuseum dreht sich alles um die Provenienzforschung – anhand unterschiedlicher Museumsobjekte werden spannende Herkunftsgeschichten sowie der gesamte Aufarbeitungsprozess sichtbar. Als Gewinnerin des RLB-Kunstpreises 2024 realisiert die Tiroler Künstlerin Esther Strauß eine außergewöhnliche Freiluftausstellung, nämlich ab Juli ein Denkmal aus drei Worten auf dem Glungezer.

 „Ferdinandeum unterwegs“
Umbaubedingt ist das Ferdinandeum zwar geschlossen, im Rahmen von „Ferdinandeum unterwegs“ sind Objekte aus dessen vielseitigen Sammlungen aber an anderen Orten zu sehen. Im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck zum Beispiel sind unter dem Titel „Weltentfaltung. Zeichnungen des Tiroler Barock“ bemerkenswerte Exponate aus der Grafischen Sammlung der Tiroler Landesmuseen zu sehen. Im Museum im Noaflhaus in Telfs präsentiert die Ausstellung „Römerzeitlicher Schmuck aus dem Ferdinandeum“ Teile des reichen Bestandes an Schmuckstücken aus Nord-, Ost- und Südtirol. Zu seinem 100. Todestag wird Albin Egger-Lienz mit der Ausstellung „Egger-Lienz. Italienische Jahre“ im Schloss Bruck Lienz gedacht, unter dem Titel „Transformation“ stehen Max Weiler sowie Annja und Franz Krautgasser im Rabalderhaus in Schwaz im Fokus und die Städtische Galerie Theodor von Hörmann in Imst sowie das Ballhaus Imst widmen sich in „Künstler-Empfindungen“ Theodor Hörmann in der Gegenwart – in allen Ausstellungen sind unter anderem Objekte aus den Sammlungen der Tiroler Landesmuseen zu sehen.

Florian Waldvogel, Leiter der Modernen Sammlung der Tiroler Landesmuseen, und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Sofia Ohmer leiten interimistisch den Kunstraum Innsbruck und kuratieren 2026 die Ausstellungen „Magdalena Frauenberg“, „Pot Shop Boyz“ und „Monster Chetwynd“.

Events und Konzerte
Wie gewohnt sorgen auch wieder zahlreiche Events für besondere Museumserlebnisse, wie das mittlerweile schon traditionelle „Museumsfest am Bergisel“, das „Fest der Vielfalt“, der „Tag des Denkmals“ oder jener der offenen Tür. Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr ist das Museum im Zeughaus wieder beim Bogenfest dabei, das Tiroler Volkskunstmuseum ist Teil des Journalismusfestes und der Kultursommer im Zeughaus lockt mit „Theater unter Sternen“ und dem „Open Air Kino“ wieder zu Kulturgenuss unter freiem Himmel. Nachtschwärmer können sich auf die „Lange Nacht der Forschung“ im April und auf die traditionelle „ORF-Lange Nacht der Museen“ im Oktober freuen. Mit einem stimmungsvollen Programm wird ab November der Advent im Museum begangen, zudem unterhalten zahlreiche Konzerte aus den Reihen „musikmuseum“ sowie „Innsbrucker Hofmusik“ das ganze Jahr über. Ein Highlight im Jänner ist das von der Musiksammlung organisierte internationale Gitarren-Symposium vom 29.1. – 1.2.2026.

Publikationen und neues Quartalsprogramm 2026
Neben begleitenden Ausstellungskatalogen werden im Jahr 2026 auch einige Neuerscheinungen präsentiert, beispielsweise über die Hofkirche oder das Museum im Zeughaus. Zwei Publikationen sind soeben erschienen: Der zweite Band Cahier 002 (DCV) versammelt die provokante Aktion „bürgersteig“ von Silke Wagner (geb. 1968, lebt in Frankfurt) über die Bereitstellung von Lufthansa-Flugzeugen für Deportationszwecke. Im Sammelband „Von Shitposts und kleinen Eiszeiten: Niederländische Gemälde neu entdeckt“ (Kerber Verlag) werden ausgewählten Werken der Niederländer-Sammlung gegenwärtige Fragen gestellt. Geantwortet haben Nina Schedlmayer, Sophia Süßmilch oder Wolfgang Ullrich, insgesamt 14 Vertreter*innen aus Kunstgeschichte, Kunsttechnik, Literatur und der Kunst selbst. Ein neues Veranstaltungsprogramm-Heft informiert das Publikum quartalsweise über alle Veranstaltungen der Tiroler Landesmuseen.

300.000 Besucher*innen im Jahr 2025
328.822 Besucher*innen fanden im Jahr 2025 ihren Weg in die Häuser der Tiroler Landesmuseen (Anm.: Es handelt sich hierbei um vorläufige Besucher*innenzahlen).

 

Alle Pressematerialien zum Download unter presse.tiroler-landesmuseen.at

 

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