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Papst-Leo-Schmetterling

Ein Schmetterling für Papst Leo XIV

Eine neue Schmetterlingsart wird von Forschungsteam nach Papst Leo XIV benannt. Die Entdeckung aus Kreta ist mit Verweis auf die Bibel ein eindringlicher Naturschutz-Apell.

Ein internationales Forschungsteam der Tiroler Landesmuseen, der Zoologischen Staatssammlung München und des Finnischen Naturhistorischen Museum hat eine bislang unbekannte Schmetterlingsart aus dem Mittelmeerraum wissenschaftlich beschrieben und nach Papst Leo XIV benannt. Die neue Art wurde im Fachjournal Nota lepidopterologica unter dem Namen Pyralis papaleonei veröffentlicht – in Anlehnung an „Papa Leone“ (Papst Leo).

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City Nature Challenge: Gemeinsam Artenvielfalt sichtbar machen

Natur beobachten, Wissen schaffen: Tirol beteiligt sich an der weltweiten Biodiversitätsaktion
Um Erkenntnisse über Artenbestände erfassen zu können, ist es notwendig, umfangreiche Beobachtungsdaten zu sammeln. Feldforschungs-Aktionen sind unverzichtbar, um an aussagekräftiges Datenmaterial zur Artenvielfalt zu gelangen. Was sich wie ein hautnahes Erlebnis in der Natur anhört, stellt die Wissenschaft jedoch immer öfter vor große Herausforderungen, denn meistens fehlen die personellen und zeitlichen Ressourcen, um im großen Stil dieser Feldforschung nachzukommen. „Dabei sind gerade detaillierte Erkenntnisse über Fauna und Flora unerlässlich, um wissenschaftlich haltbare Aussagen über die Artenvielfalt und die Veränderungen unserer Umwelt treffen zu können“, sagt Evelyn Kustatscher, Leiterin der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen, und weist damit auf die Bedeutung der jährlich stattfindenden City Nature Challenge hin, die in diesem Jahr von 24. bis 27. April 2026 stattfinden wird.
Eichen-Faulholzfalter (Carcina quercana)

Sensationsfund: 110 Jahre verwechselter Schmetterling nach Ehefrau benannt

Auffallende, pinkfarbene Art ist im östlichen Mittelmeerraum weit verbreitet

Europäische Schmetterlinge gelten allgemein als gut bekannt und erforscht. Trotzdem werden auch heute noch jährlich neue Arten entdeckt. Meist handelt es sich dabei um unscheinbare, sogenannte kryptische Arten die aufgrund ihrer Unauffälligkeit bisher übersehen wurden. Bunt gefärbte Arten waren hingegen schon frühzeitig interessant und sind in Europa weitgehend vollständig erfasst. Umso größer war daher die Überraschung und Freude über die Entdeckung eines extrem auffallenden und bisher namenlosen Schmetterlings. Die Art wurde nunmehr von Peter Huemer, Wissenschaftler der Tiroler Landesmuseen in der Zeitschrift Alpine Entomology unter dem Namen Carcina ingridmariae benannt. Sie ist nach heutigen Kenntnissen von Kroatien über weite Teile Griechenlands und Zyperns bis in die Türkei verbreitet. Genauere Studien zur Verbreitung stehen aber noch aus.

Nature City Challenge

Für die Artenvielfalt in Tirol unterwegs: Die City Nature Challenge

Naturwissenschafter*innen der Tiroler Landesmuseen sammeln gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Beobachtungsdaten

Um die Natur erfolgreich erforschen zu können, ist es notwendig, Beobachtungsdaten zu sammeln. In so genannten Feldforschungs-Aktionen streifen Wissenschafter*innen durch die Naturlandschaft und dokumentieren die Flora und Fauna. Was sich wie ein angenehmer Spaziergang durch Wiesen und Wälder anhört, stellt die Wissenschaft jedoch immer öfter vor große Herausforderungen, denn meistens fehlen die personellen und zeitlichen Ressourcen, um im großen Stil dieser Feldforschung nachzukommen. Dabei sind gerade detaillierte Erkenntnisse über Fauna und Flora unerlässlich, um wissenschaftlich haltbare Aussagen über die Artenvielfalt und die Veränderungen unserer Umwelt treffen zu können. Die 2016 ins Leben gerufene, weltweite Aktion City Nature Challenge bietet Bürgerinnen und Bürgern die einzigartige Chance, Teil eines großen wissenschaftlichen Projektes zu werden. Mithilfe der Handy-App iNaturalist können Menschen jeden Alters durch die Natur streifen und Beobachtungsdaten sammeln. Das geht ganz einfach: App downloaden, Foto machen und hochladen.

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Gefährdet, ausgestorben, verschollen?

Eine umfassende Studie der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen beleuchtet den Rückgang der Tiroler Schmetterlinge.
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Mit DNA-Barcodes gegen Artensterben und Personalmangel

Forschungsprojekt der Naturwissenschaftlichen Sammlung bestätigt die Zuverlässigkeit der Genetik zur Artenbestimmung am Beispiel von Nachtfaltern.
Mittwoch, 20.3.2024

Wenn Expert*innen fehlen, hilft die Technik weiter: Schmetterlingsarten lassen sich zuverlässig anhand von genetischen Fingerabdrücken, sogenannten Barcodes bestimmen. Dies bestätigt eine Studie der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biologie der Universität Graz, dem Landesmuseum Kärnten und der Zoologischen Staatssammlung München. Die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts veröffentlichten die Wissenschaftler*innen am 11. März 2024 in der renommierten Fachzeitschrift PLOS ONE. Die Erkenntnisse der Untersuchung dürfen dabei als wegweisend für zukünftige Forschungsvorhaben zu Artenvielfalt und Artenschutz gelten.