Aktuelle Medienmitteilungen Tiroler Volkskunstmuseum und Hofkirche

Historische Wiege

Wenn die vermeintlich heile Welt der Stube Risse bekommt

Die studentische Intervention „Orange the Stuben“ der Universität Innsbruck im Tiroler Volkskunstmuseum macht häusliche Gewalt sichtbar.

Die Stube steht traditionell für Geborgenheit, Familie und ein harmonisches Zuhause. Doch was, wenn dieser vermeintlich sichere Ort auch Schauplatz von Gewalt sein kann? Die studentische Intervention „Orange the Stuben“ in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Volkskunstmuseum Innsbruck lädt dazu ein, genau hinzusehen und vertraute Bilder zu hinterfragen. In Anlehnung an die weltweite UN-Kampagne „Orange the World“ gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen zehn Studierende der Universität Innsbruck gezielte Interventionen in den historischen Stuben Ladis und Fiss im zweiten Obergeschoß des Tiroler Volkskunstmuseums. Objekte, Texte und Begleitmaterialien eröffnen neue Perspektiven auf Gewalt, Erinnerung und die Frage, welche Geschichten ein Museum erzählt.

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AUFGESPÜRT. Objekte, Geschichten, Geheimnisse

Die neue Ausstellung „Aufgespürt“ beleuchtet die Herkunfts- und Besitzer*innengeschichte außergewöhnlicher Objekte und macht so die jahrelange Provenienzforschung der Tiroler Landesmuseen greifbar.

Tiroler Volkskunstmuseum // 12.6.2026 – 4.4.2027

Ein geschnitzter Engel, ein präparierter Andenkondor, ein Mumienfuß, sogar ein Medaillon mit Barthaaren von Andreas Hofer lagern in den Depots der Tiroler Landesmuseen. Doch wie gelangten diese Objekte dorthin? Die Provenienzforschung hat ihre Wege rekonstruiert. Die Ausstellung „Aufgespürt. Objekte, Geschichten, Geheimnisse“ zeigt anhand von 21 besonderen Objekten auf, dass hinter jedem Exponat mehr als nur eine Geschichte steckt und macht gleichzeitig die intensiven Forschungen zu Herkunfts- und Besitzer*innengeschichte an den Tiroler Landesmuseen greifbar.

Jahres-PK Innsbrucker Hofmusik

Jahrespressekonferenz der „Innsbrucker Hofmusik“

Sechs hochkarätige Konzerte in der weltweit einzigartigen Akustik der Innsbrucker Hofkirche

Die Konzertreihe „Innsbrucker Hofmusik“ wurde 2022 von Franz Gratl, Leiter der Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen, und dem Organisten und Kirchenmusiker Marian Polin gegründet. Als Symbiose von wissenschaftlicher Grundlagenforschung der Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen und historisch orientierter Aufführungspraxis hat die Konzertreihe eine große Bedeutung sowie einen einzigartigen Stellenwert erlangt. Sechs hochkarätige Konzerte in der einzigartigen Akustik der Innsbrucker Hofkirche stehen 2026 auf dem Programm.

Staatsbesuch von Frank-Walter Steinmeier in Innsbruck am 23.10.2025

Staatsbesuch in der Innsbrucker Hofkirche

Deutscher Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Gast.

Im Rahmen des Staatsbesuchs und kurz vor dem Landesüblichen Empfang mit Tiroler Schützen wurden gestern der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundespräsident  Alexander Van der Bellen von Katharina Walter (Leiterin der Kulturvermittlung der Tiroler Landesmuseen) durch die Hofkirche geführt. Das Interesse aller Beteiligten war trotz des dichten Programms sehr groß.

Die Delegation, an der auch Doris Schmidauer, Elke Büdenbender, Landeshauptmann Anton Mattle, Daniela Mattle sowie Bürgermeister Johannes Anzengruber teilnahmen, kam über den Verbindungsgang von der Hofburg auf die Empore der Hofkirche, passierte die sogenannte „Silberne Kapelle“ und trat schließlich vor das Grabmal Kaiser Maximilians I.

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Intervention „KADDISCH. Oskar Stocker – Luis Rivera“

An der Fassade und im Kreuzgang des Tiroler Volkskunstmuseums werden Auszüge aus dem jüdischen Gebet Kaddisch gezeigt. Das Werk soll ein Zeichen für Frieden und eine aktive Erinnerungskultur setzen.
Tiroler Volkskunstmuseum // 3.10. – 16.11.2025

Das Kaddisch ist eines der wichtigsten Gebete im Judentum, es wird zum Gedenken an Verstorbene gesprochen. Achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs präsentieren die österreichischen Künstler Oskar Stocker und Luis Rivera ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema in Form einer mit Auszügen aus dem Kaddisch bemalten Leinwand, die an der Fassade des Tiroler Volkskunstmuseums zu sehen ist, und einem hinterleuchteten Textfragment im Kreuzgang. Die Intervention ist eine Einladung zum Erinnern und verwandelt den öffentlichen Raum in einen Ort des Gedenkens.
Pressefoto_GERECHT_c_Martin Vandory

GERECHT? Geschichten über soziale Ungleichheiten

Das Tiroler Volkskunstmuseum beleuchtet in der neuen Ausstellung „GERECHT?“ soziale Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in Vergangenheit und Gegenwart.

Tiroler Volkskunstmuseum // 6.6.2025 – 15.3.2026

34 Objekte aus ebenso vielen Museen und Sammlungen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino – jedoch mit aktuellen Fragen neu kontextualisiert: In der Ausstellung „GERECHT? Geschichten über soziale Ungleichheiten“ werden bis heute brisante Themen über gleiche Rechte, Möglichkeiten und eine faire Ressourcenverteilung für alle Menschen, Bewältigung von Krisen und damit einhergehende gesellschaftliche Veränderungen aufgegriffen. Das Kooperationsprojekt zwischen dem Verein Tiroler Museen (tiMus) und dem Tiroler Volkskunstmuseum entstand anlässlich des Euregio-Museumsjahres „weiter sehen“.