09.02.2026 | 6 Bilder

Erfolgreiches Gitarrensymposium

Die Tiroler Landesmuseen feierten „das Jahrhundert der Gitarre“
gitarrensymposium_2026_001_c_MartinVandory © Martin Vandory

Die Teilnehmer*innen und Organisatoren des internationalen Gitarrensymposiums „The 19th Century Guitar and its Music“, das vom 29.1. bis 1.2.2026 im Tiroler Volkskunstmuseum stattgefunden hat.

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Musikwissenschafter Franz Gratl (Leiter der Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen) und Stefan Hackl (Gitarrist und vor seiner Pensionierung Musikpädagoge am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum Salzburg) veranstalteten von 29. Jänner bis 1. Februar 2026 das hochkarätig besetzte Gitarrensymposium „The 19th Century Guitar and its Music“ im Tiroler Volkskunstmuseum. An dem Fachkongress, der sich auf historische Instrumente, Aufführungspraxis und das Repertoire der frühen romantischen Gitarre konzentrierte, nahmen 30 Künstler*innen und Wissenschafter*innen aus insgesamt vierzehn Nationen teil.

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Musikwissenschafter Franz Gratl (Leiter der Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen) und Stefan Hackl (Gitarrist und vor seiner Pensionierung Musikpädagoge am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum Salzburg) veranstalteten von 29. Jänner bis 1. Februar 2026 das hochkarätig besetzte Gitarrensymposium „The 19th Century Guitar and its Music“ im Tiroler Volkskunstmuseum. An dem Fachkongress, der sich auf historische Instrumente, Aufführungspraxis und das Repertoire der frühen romantischen Gitarre konzentrierte, nahmen 30 Künstler*innen und Wissenschafter*innen aus insgesamt vierzehn Nationen teil.

Symposium als Begegnungsraum
Die Gitarre, heute wohl das weltweit populärste Musikinstrument, erlebte ihre erste große Blütezeit im frühen 19. Jahrhundert. Als Modeinstrument einer zunehmend bürgerlichen Musikkultur verbreitete sie sich rasch in ganz Europa. Obwohl es zahlreiche Gitarrenfestivals und musikwissenschaftliche Symposien gibt, sind Veranstaltungen mit diesem spezifischen Fokus noch selten. Umso wichtiger war es den Veranstaltern, der Gitarre des 19. Jahrhunderts und ihrer Musik ein Forum zu geben – als Begegnungsraum für Musiker*innen, Forschende, Gitarrenbauer*innen und Publikum.

Vorträge, Konzerte & Ausstellung
Begleitet wurde der wissenschaftliche Austausch von einer Ausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum mit 35 Instrumenten sowie Noten und Dokumenten aus der Privatsammlung Stefan Hackl und der Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen (die Ausstellung ist noch bis 15.2.2026 zu sehen) sowie von einem Konzertfestival u.a. in Kooperation mit der Innsbrucker Abendmusik und dem Haus der Musik. Franz Gratl zeigt sich äußerst zufrieden: „Ein so vielfältiges Projekt wie dieses Gitarrensymposium demonstriert für mich auf ideale Weise das Potential des Museums als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, musikalischer Praxis und Öffentlichkeit. Zudem ist es eine Gelegenheit zur intensiven Beschäftigung mit einem Teilbestand der Sammlungen und zur Präsentation im Rahmen einer Ausstellung.“ Auch Andreas Holzmann, Mitorganisator und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen, zeigt sich begeistert: „Wir konnten am vergangenen Wochenende das Who is Who der internationalen Gitarrenszene in Innsbruck begrüßen. Die zahlreichen Vorträge und Konzerte, aber auch die vielen interessanten Gespräche mit den Expertinnen und Experten, haben mich nachhaltig beeindruckt.“

Rückblick auf Vorträge und Konzerte
Der Freitag (30.1.) startete mit vielen Vorträgen und Lecture Concerts. Themen waren u.a. die Entwicklung der Kammermusik mit Gitarre in Paris (1756–1808), historische Gitarrenbesaitung und -setup im 19. Jahrhundert, sowie ein thematischer Katalog zu Luigi Legnani. Es gab außerdem mehrere Lecture Concerts zu Legnanis Capricen sowie Beiträge zur Spieltechnik. Abends fand in Kooperation mit der Innsbrucker Abendmusik das Konzert „A la Española“ mit Xavier Díaz-Latorre (Werke von Sanz und Sor) statt. Das ausverkaufte Konzert fand ein begeistertes Publikum.

Am Samstag (31.1.) ging es weiter mit Vorträgen über das Repertoire der Terz-Gitarre, die 6-saitige Gitarre in Osteuropa, sowie Duo-Literatur für Gitarre und Fortepiano (u.a. Mertz). Nachmittags fand eine Round Table-Diskussion über Instrumente, Technik und Interpretation statt. Ebenso wurden museumsspezifische Themen aufgegriffen, wie zum Beispiel die Arbeit mit Gitarren in Museen und Sammlungen (u.a. am Beispiel der Gitarrensammlung im Nationalmuseum in Prag). Der Abend fand mit dem Konzert „Approaching Mozart“ mit Edin Karamazov und Pablo Márquez (Mozart, Haydn, Sor) im Haus der Musik einen fulminanten Abschluss. Auch dieses Konzert war beinahe ausverkauft.

Am Sonntag (1.2.) standen abschließend Vorträge über Paganinis Grande Sonata sowie über den kroatischen Gitarristen Ivan Padovec auf dem Programm. Dazu gab es die Matinee „Grand Trio“ (Adéla Štajnochrová, Violine; Andreas Torgersen, Viola; Jan Tuláček, Gitarre). Parallel dazu fand in Kooperation mit dem Tiroler Landeskonservatorium auch eine Masterclass mit dem international renommierten Gitarristen Pablo Márquez statt.

Alle Pressematerialien zum Download unter presse.tiroler-landesmuseen.at

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