21.04.2026 | 5 Bilder 1 Dokument

City Nature Challenge: Gemeinsam Artenvielfalt sichtbar machen

Natur beobachten, Wissen schaffen: Tirol beteiligt sich an der weltweiten Biodiversitätsaktion
Programm LNF2026

Detailliertes Programm der Langen Nacht der Forschung 2026 im Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen in Hall in Tirol.

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Um Erkenntnisse über Artenbestände erfassen zu können, ist es notwendig umfangreiche Beobachtungsdaten zu sammeln. Feldforschungs-Aktionen sind unverzichtbar, um an aussagekräftiges Datenmaterial zur Artenvielfalt zu gelangen. Was sich wie ein hautnahes Erlebnis in der Natur anhört, stellt die Wissenschaft jedoch immer öfter vor große Herausforderungen, denn meistens fehlen die personellen und zeitlichen Ressourcen, um im großen Stil dieser Feldforschung nachzukommen. „Dabei sind gerade detaillierte Erkenntnisse über Fauna und Flora unerlässlich, um wissenschaftlich haltbare Aussagen über die Artenvielfalt und die Veränderungen unserer Umwelt treffen zu können“, sagt Evelyn Kustatscher, Leiterin der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen, und weist damit auf die Bedeutung der jährlich stattfindenden City Nature Challenge hin, die in diesem Jahr von 24. bis 27. April 2026 stattfinden wird.

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Um Erkenntnisse über Artenbestände erfassen zu können, ist es notwendig umfangreiche Beobachtungsdaten zu sammeln. Feldforschungs-Aktionen sind unverzichtbar, um an aussagekräftiges Datenmaterial zur Artenvielfalt zu gelangen. Was sich wie ein hautnahes Erlebnis in der Natur anhört, stellt die Wissenschaft jedoch immer öfter vor große Herausforderungen, denn meistens fehlen die personellen und zeitlichen Ressourcen, um im großen Stil dieser Feldforschung nachzukommen. „Dabei sind gerade detaillierte Erkenntnisse über Fauna und Flora unerlässlich, um wissenschaftlich haltbare Aussagen über die Artenvielfalt und die Veränderungen unserer Umwelt treffen zu können“, sagt Evelyn Kustatscher, Leiterin der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen, und weist damit auf die Bedeutung der jährlich stattfindenden City Nature Challenge hin, die in diesem Jahr von 24. bis 27. April 2026 stattfinden wird. Die 2016 ins Leben gerufene, weltweite Aktion bietet Bürgerinnen und Bürgern die einzigartige Chance, Teil eines großen wissenschaftlichen Projektes zu werden. Mithilfe der Handy-App iNaturalist können Menschen jeden Alters durch die Natur streifen und Beobachtungsdaten sammeln. Das geht ganz einfach: App downloaden, Foto machen und hochladen.

Gemeinsam mit Naturwissenschafter*innen unterwegs auf Exkursion 
Die Mitarbeiter*innen der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen haben mehrere Exkursionen organisiert, an denen Interessierte kostenlos teilnehmen können, etwa zu den Telfer Wiesen im Stubaital oder zum Völser Teich. Den Auftakt der diesjährigen City Nature Challenge bildet ein besonderer Publikumsmagnet, nämlich die „Lange Nacht der Forschung 2026“, bei der sich die Pforten des ansonsten nicht öffentlich zugänglichen Sammlungs- und Forschungszentrums der Tiroler Landesmuseen in Hall in Tirol für eine Nacht dem Publikum öffnen werden. Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Sammlungsbereichen der Tiroler Landesmuseen geben Einblick in ihre Arbeit (siehe detailliertes Programm). Die Naturwissenschafter*innen unternehmen von dort aus ab 17 Uhr stündliche Exkursionen zur Pflanzenbestimmung. Bei Einbruch der Dunkelheit, also ab ca. 20.30 Uhr, geht’s zum so genannten „Leuchten“. Hier kommt man nachtaktiven Insekten auf die Spur.

Bewusstsein für Naturschutz und Artenvielfalt stärken 
Landesrat René Zumtobel begrüßt die vielfältigen Aktivitäten der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen und die Initiative der City Nature Challenge: „Es ist eine großartige Idee, die Bevölkerung in die Erforschung der Artenvielfalt einzubeziehen. Damit werden die Einzigartigkeit und die Notwendigkeit von Umwelt- und Naturschutz direkt vor Augen geführt.“ Evelyn Kustatscher, die seit Februar 2025 die Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen leitet, deren älteste Sammlungsstücke bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, sieht in der Naturbeobachtung einen Game-Changer: „Wir können sehr viel über Naturschutz sprechen, aber ich halte es für viel wichtiger, gemeinsam mit der Bevölkerung Naturräume zu entdecken – denn so entstehen unmittelbare Gespräche und damit auch ein tieferes Verständnis für Arten- und Umweltschutz.“
Kustatscher erwähnt darüber hinaus ein Projekt, das ihr besonders am Herzen liegt: „Wir müssen auch unbedingt über die Versiegelung unserer Städte sprechen. Einen guten Lösungsansatz sehe ich hier in der Gestaltung von Dachgärten.“ Kustatscher leitet in den Tiroler Landesmuseen  das Interreg-Projekt „GRACE. Gründächer für alpine Netzwerk-Ökologie“. Gemeinsam mit einem internationalen Netzwerk aus Wissenschafter*innen wird das Potenzial von Gründächern in dicht bebauten städtischen Gebieten untersucht, um die Artenvielfalt zu fördern, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und die ökologische Vernetzung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten zu verbessern. „Deswegen ergeht der Appell dieses Jahr besonders an alle Besitzer von Gründächern uns zu helfen, die Artenvielfalt auf unseren Dächern zu dokumentieren“, so Kustatscher zum Abschluss.


Die Termine im Rahmen der City Nature Challenge: 
Fr, 24. April | 14 – 17 Uhr
Exkursion Telfer Wiesen mit Benjamin und Petra Schattanek-Wiesmair
Ziel: möglichst viele Tier- und Pflanzenarten dokumentieren, Schwerpunkt: Schmetterlinge & Säugetiere
Treffpunkt: Parkplatz Telfer Wiesen, Telfes im Stubaital
Anmeldung: b.wiesmair@tiroler-landesmuseen.at
Infos & Details 

Fr, 24. April | 17 – 23 Uhr
Lange Nacht der Forschung 2026
CNC-Aktionen beim Sammlungs- und Forschungszentrum: 17, 18 und 19 Uhr
Leuchten (nachtaktive Insekten): ab 20.30 Uhr
Ort/Treffpunkt: Sammlungs- und Forschungszentrum, Hall in Tirol
Infos & Details
Alle Infos zur Langen Nacht der Forschung 2026

Mo, 27. April | 15 – 18 Uhr
Exkursion rund um den Völser Teich mit Ines Aster und Michael Thalinger
Schwerpunkt: Pflanzenwelt und Tierbeobachtungen nach Möglichkeit
Treffpunkt: Ostende des Völser Teichs bei der Schautafel (Koordinaten: 47.252863, 11.315698)
Anmeldung: i.aster@tiroler-landesmuseen.at
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