22.05.2024 | 8 Bilder 1 Dokument

Wege zur Gleichbehandlung

Ausstellung gegen Diskriminierung macht Halt im Volkskunstmuseum
A01_Gleichbehandlung_c_Maria_Kirchner © Maria Kirchner

Blick in die Ausstellung „Wege zur Gleichbehandlung“ im Tiroler Volkskunstmuseum.

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Tiroler Volkskunstmuseum // 23.5. – 6.10.2024

Erstmals auch in Westösterreich: Von 23. Mai bis 6. Oktober 2024 macht die Ausstellung „Wege zur Gleichbehandlung“ Halt im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck. Die Präsentation wurde von der Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) initiiert. Anhand von Comics sensibilisiert sie die Besucher*innen für verschiedene Fälle und Formen von Diskriminierung. Zudem informiert sie über die rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigt, wie die GAW Betroffene unterstützen kann. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, das in Kooperation von den Tiroler Landesmuseen und der Gleichbehandlungsanwaltschaft entwickelt wurde, ergänzt die Schau.



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Tiroler Volkskunstmuseum // 23.5. – 6.10.2024

Erstmals auch in Westösterreich: Von 23. Mai bis 6. Oktober 2024 macht die Ausstellung „Wege zur Gleichbehandlung“ Halt im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck. Die Präsentation wurde von der Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) initiiert. Anhand von Comics sensibilisiert sie die Besucher*innen für verschiedene Fälle und Formen von Diskriminierung. Zudem informiert sie über die rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigt, wie die GAW Betroffene unterstützen kann. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, das in Kooperation von den Tiroler Landesmuseen und der Gleichbehandlungsanwaltschaft entwickelt wurde, ergänzt die Schau.

Mit Comics gegen Diskriminierung
Eine rassistische Einlassverweigerung in einen Club, homophobe Beleidigungen, sexuelle Belästigung oder die Vermutung, aufgrund des Alters einen Job nicht bekommen zu haben: In den unterschiedlichsten Bereichen des alltäglichen Lebens erfahren Menschen Diskriminierung. Ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und Alter sind ebenso Gründe dafür, wie Geschlecht, Religion und Weltanschauung oder die Pflege und Betreuung von Kindern und Angehörigen.
Die Ausstellung „Wege zur Gleichbehandlung“ im Volkskunstmuseum zeichnet verschiedene Diskriminierungsgeschichten in Form von Comics nach, sodass die Betrachtenden unterschiedliche Blickwinkel einnehmen und die Situationen auch emotional nachvollziehen können. Realisiert wurden die Comics von der 1988 in Berlin geborenen Zeichnerin Büke Schwarz.
Neben den Fallbeispielen informiert die Präsentation über das österreichische Gleichbehandlungsgesetz, welches seit 1979 den rechtlichen Rahmen für Fälle von Diskriminierung und Ungleichbehandlung festlegt. Die GAW wiederum bietet als unabhängige Anlaufstelle für Betroffene kostenfreie Beratung und Unterstützung. Wie sie bei Fällen von Ungleichbehandlung konkret handeln und helfen kann, zeigen ebenfalls Beispiele in der Ausstellung. Katharina Raffl vom GAW-Regionalbüro Tirol, Salzburg und Vorarlberg in Innsbruck erklärt: „Die Ausstellung soll dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Mut machen, gegen Diskriminierung aufzustehen. Der Weg zu Gleichbehandlung ist nicht immer einfach. Es ist ein Weg der kleinen Schritte. Und: Er lohnt sich! Denn das Ziel ist eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, in der die Teilhabe aller gewährleistet wird.“
Initiiert wurde die Ausstellung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Gleichbehandlungsanwaltschaft. Die Kurator*innen Vanessa Spanbauer, Johanna Zechner und Niko Wahl gestalteten die Originalpräsentation „Jetzt im Recht! Wege zur Gleichbehandlung“, die von Dezember 2021 bis Juli 2022 im Volkskundemuseum in Wien gezeigt wurde. Anschließend wanderte die Schau nach Graz, Klagenfurt und Linz. Für die fünfte Präsentation von 23. Mai bis 6. Oktober 2024 im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck wurde die Schau mit Charisse Santos, Mitarbeiterin im Tiroler Volkskunstmuseum, neugestaltet und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Katharina Raffl dazu: „Wir wollten die Ausstellung jedenfalls auch nach Westösterreich bringen und freuen uns sehr, dass die Tiroler Landesmuseen auf die Kooperationsanfrage positiv reagiert und dieses Projekt ermöglicht haben. Es ist ein wichtiger Beitrag, das öffentliche Bewusstsein dafür zu stärken, dass Betroffene von Diskriminierung auch in Westösterreich bei der GAW unterstützt werden und es dafür ein Regionalbüro in Innsbruck gibt.“ Karl C. Berger, Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums zeigte sich ebenfalls erfreut: „Gleichbehandlung ist ein zentrales gesellschaftliches Anliegen, das auch im musealen Kontext unbedingt sichtbar sein muss. Es ist auch eine zentrale Aufgabe von Museen, Wissen gegen Diskriminierung zu vermitteln. Wir freuen uns deshalb ganz besonders, dass die Ausstellung ‚Wege zur Gleichbehandlung‘ auch im Tiroler Volkskunstmuseum gezeigt wird.“

Vielfältiges Veranstaltungsprogramm
Ergänzend zur Ausstellung bieten die Kulturvermittlung der Tiroler Landesmuseen und die GAW ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Neben Führungen stehen etwa Workshops zu Geschlechtervielfalt in der Arbeitswelt oder zu rassismuskritischem Denken sowie ein KI-Dialog zur digitalen Gleichbehandlung auf dem Programm. Hinzu kommen Angebote für Pädagog*innen und Schulklassen.
Beim „Fest der Vielfalt“ am 8. Juni 2024 im Volkskunstmuseum kann „Wege zur Gleichbehandlung“ bei freiem Eintritt besucht werden. Um 11 Uhr und 14 Uhr werden kostenlose Führungen angeboten. Der Termin um 11 Uhr richtet sich dabei an Gehörlose und Hörende und findet in Kooperation mit dem Gehörlosenverband Tirol statt.
Einen Überblick über das gesamte Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung gibt die Website der Tiroler Landesmuseen unter tiroler-landesmuseen.at/ausstellung/wege-zur-gleichbehandlung/

Über die Gleichbehandlungsanwaltschaft
Die GAW ist eine unabhängige staatliche Einrichtung zur Durchsetzung des Rechts auf Gleichbehandlung und zum Schutz vor Diskriminierung. Ihre Vision ist eine diskriminierungsfreie und inklusive Gesellschaft, in der die Teilhabe von allen gewährleistet ist. Vor diesem Hintergrund bietet die GAW kostenfreie und vertrauliche Beratung und Unterstützung für Menschen, die sich im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes diskriminiert fühlen. Zudem dokumentiert die GAW anonymisiert alle gemeldeten Diskriminierungserfahrungen, um in ihrem Bericht an den Nationalrat aufzuzeigen, in welchen Lebensbereichen Ungleichbehandlungen vorkommen und welche Verbesserungen notwendig sind. Ebenso bietet die GAW Informationsmaterialien und Workshops an, um zu Diskriminierung, Gleichbehandlung und Gleichstellung zu informieren und zu sensibilisieren.

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9 821 x 14 019 © Büke Schwarz

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