20.07.2026 | 10 Bilder 3 Dokumente

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung RLB Kunstpreis 2026

Kunstbrücke – ein Raum für Kunst der Raiffeisen-Landesbank Tirol
Zu dieser Meldung gibt es:

Kurztext 1486 ZeichenPressetext als .txt

Die Raiffeisen-Landesbank Tirol fördert seit über 20 Jahren mit dem RLB Kunstpreis junge Kunstschaffende in Tirol. Hauptpreisträger 2026 ist Matthias Noggler, die beiden Förderpreise gehen an Vik Bayer und Simona Obholzer.

Der RLB Kunstpreis wird seit 2004 alle zwei Jahre von einer wechselnden Fachjury vergeben und zählt zu den wichtigsten Förderpreisen für zeitgenössische Kunst in Tirol. Die feierliche Preisverleihung und Ausstellungseröffnung zum RLB Kunstpreis 2026 findet am Montag, den 20. Juli um 19.00 Uhr in der Kunstbrücke im RAIQA statt. Gezeigt werden Arbeiten der drei ausgezeichneten Künstler:innen, die Laudatio hält Thomas D. Trummer, Direktor des Kunsthauses Bregenz und Jurymitglied. Mit dem Neustart der Kunstbrücke 2026 wurde auch der RLB Kunstpreis neu ausgerichtet: Die Preisgelder wurden deutlich erhöht – auf 15.000 Euro für den Hauptpreis (zuvor 10.000 Euro) und je 6.000 Euro für die beiden Förderpreise (zuvor 4.000 Euro). Gleichzeitig wurde die Altersgrenze von 40 auf 45 Jahre angehoben. Teil des Hauptpreises ist zusätzlich zum Preisgeld eine Einzelausstellung in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen, die aufgrund der laufenden Umbauarbeiten am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum derzeit für Herbst 2029 vorgesehen ist. Die offene Ausschreibung richtet sich an Kunstschaffende, die in Tirol geboren sind oder hier ihren Hauptwohnsitz haben und nicht älter als 45 Jahre sind. Am RLB Kunstpreis 2026 haben insgesamt 95 Künstler:innen teilgenommen.

 

Pressetext Pressetext als .txt

Die Raiffeisen-Landesbank Tirol fördert seit über 20 Jahren mit dem RLB Kunstpreis junge Kunstschaffende in Tirol. Hauptpreisträger 2026 ist Matthias Noggler, die beiden Förderpreise gehen an Vik Bayer und Simona Obholzer.

Der RLB Kunstpreis wird seit 2004 alle zwei Jahre von einer wechselnden Fachjury vergeben und zählt zu den wichtigsten Förderpreisen für zeitgenössische Kunst in Tirol. Die feierliche Preisverleihung und Ausstellungseröffnung zum RLB Kunstpreis 2026 findet am Montag, den 20. Juli um 19.00 Uhr in der Kunstbrücke im RAIQA statt. Gezeigt werden Arbeiten der drei ausgezeichneten Künstler:innen, die Laudatio hält Thomas D. Trummer, Direktor des Kunsthauses Bregenz und Jurymitglied. Mit dem Neustart der Kunstbrücke 2026 wurde auch der RLB Kunstpreis neu ausgerichtet: Die Preisgelder wurden deutlich erhöht – auf 15.000 Euro für den Hauptpreis (zuvor 10.000 Euro) und je 6.000 Euro für die beiden Förderpreise (zuvor 4.000 Euro). Gleichzeitig wurde die Altersgrenze von 40 auf 45 Jahre angehoben. Teil des Hauptpreises ist zusätzlich zum Preisgeld eine Einzelausstellung in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen, die aufgrund der laufenden Umbauarbeiten am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum derzeit für Herbst 2029 vorgesehen ist. Die offene Ausschreibung richtet sich an Kunstschaffende, die in Tirol geboren sind oder hier ihren Hauptwohnsitz haben und nicht älter als 45 Jahre sind. Am RLB Kunstpreis 2026 haben insgesamt 95 Künstler:innen teilgenommen.

Jurymitglieder 2026

  • Rosanna Dematté, Leiterin Sonderprojekte, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
  • Sandro Droschl, Direktor, HALLE FÜR KUNST Steiermark, Graz
  • Sophie Haslinger, Kuratorin, KunstHausWien
  • Silvia Höller, Leitung, Kunstbrücke, Innsbruck
  • Thomas D. Trummer, Direktor, Kunsthaus Bregenz


Matthias Noggler (geb. 1990 in Innsbruck, lebt in Berlin) – Hauptpreis

Die Bildwelt von Matthias Noggler entsteht aus einer intensiven Auseinandersetzung mit der visuellen Sprache der europäischen Moderne und ihrer Verflechtung mit sozialen, künstlerischen und politischen Bewegungen. Einflüsse des Fantastischen, mitunter auch des Sozialistischen Realismus sowie das Spiel zwischen surrealer Figuration, expressiver Abstraktion bis hin zu einer eigensinnig gebrochenen Pop Art prägen seine Malerei. Noggler verbindet dabei unterschiedliche Stile und Techniken – von Renaissancekompositionen und surrealen Architekturen bis zu Anklängen an Wandmalerei und Comic – zu einer unverwechselbaren Bildsprache. Während sich frühere Arbeiten mit sozialen Konflikten und Gruppendynamiken auseinandersetzen, richten neuere Werkserien den Blick auf urbane Strukturen und Bildwelten der Popkultur. Dabei verhandelt Noggler Fragen von Individualisierung, Entfremdung und gesellschaftlicher Organisation in spätmodernen Konsumgesellschaften. Matthias Noggler steht für eine eindrückliche Malerei, die ihre kunsthistorischen Bezüge bewusst sichtbar hält und eigenständig weiterentwickelt. Seine Arbeit zählt damit zu den prägnanten Positionen zeitgenössischer Malerei. (Jurybegründung)

Vik Bayer (geb. 1992 in Kufstein, lebt in Wien) – Förderpreis

Vik Bayer überzeugt mit einer künstlerischen Praxis, die auf präziser Recherche basiert und ökologische wie gesellschaftliche Zusammenhänge differenziert analysiert. Das Zwei-Kanal-Video Slo-mo visions of refusal of unfulfilled promises entstand in enger Zusammenarbeit mit Landwirt:innen, Forscher:innen, Aktivist:innen und lokalen Gemeinschaften und eröffnet Narrative, die etablierte Sichtweisen erweitern. In Holzauge richtet sich der Blick auf den Fränkischen Wald, dessen monokulturelle Aufforstung im Zuge der Industrialisierung den Lebensraum heute besonders anfällig für Klimaveränderungen und Borkenkäferbefall macht. Durch die Erprobung alternativer Organisationsformen – von solidarischen Ökonomien bis zu gemeinschaftsbasierten Produktionsweisen – setzt Bayer Impulse für soziologische und politische Diskurse. Die ästhetisch wie konzeptuell dichten Arbeiten thematisieren Nachhaltigkeit, den Umgang mit Ressourcen und mehr als menschliche Beziehungen. Sie eröffnen Räume, in denen kritisches Denken, kollektives Handeln und die Imagination zukünftiger ökologischer Realitäten produktiv zusammenfinden. (Jurybegründung)

Simona Obholzer (geb. 1982 in Neustift im Stubaital, lebt in Wien) – Förderpreis

Simona Obholzers künstlerische Praxis widmet sich der Inszenierung künstlicher Natur für Spiel und Freizeit und der Frage, wie Bilder unsere Wahrnehmung formen. Ob Rasenflächen oder virtuelle Landschaften – Natur erscheint bei ihr als gestaltete, normierte Oberfläche, in die sich ökologische, politische und ökonomische Prozesse einschreiben. Themen wie Bodenversiegelung, Freizeitraumgestaltung, Standardisierung und Haptik in einer zunehmend digitalen Welt übersetzt die Künstlerin in präzise komponierte Bildräume. Ihre Filme und seriellen grafischen Arbeiten inszeniert Obholzer in kulissenhaft angelegten Rauminstallationen, die Sehgewohnheiten irritieren und den eigenen Standpunkt verschieben. Im Zentrum steht die Frage, wie Bilder den Körper aktivieren und ein Bewusstsein für die eigene Präsenz erzeugen. Die Jury überzeugten die konzeptuelle Klarheit und formale Präzision von Simona Obholzers multimedialer Praxis. (Jurybegründung)

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung RLB Kunstpreis 2026:
Montag, 20. Juli, 19.00 Uhr
Kunstbrücke im RAIQA, Raiffeisenplatz 1, 6020 Innsbruck

Ausstellungsdauer:
Die Ausstellung „RLB Kunstpreis 2026“ ist von 21. Juli bis 19. September 2026 zu sehen.

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag, 14–18 Uhr
Im August: Samstag, 8. und 22. August 2026, 10–13 Uhr geöffnet
Ab September: jeden Samstag, 10–13 Uhr
Sonn- & Feiertage geschlossen

Eintritt frei

Rahmenveranstaltungen:

Führungen mit Silvia Höller
Samstag, 8. August 2026 um 10.30 Uhr und Samstag, 19. September um 10.30 Uhr

Künstlerischer Workshop mit Simona Obholzer
Samstag, 22. August 2026 um 10.30 Uhr

Artist Talk mit Vik Bayer, Matthias Noggler und Simona Obholzer
Mittwoch, 9. September 2026 um 19 Uhr

Eröffnung:
Esther Strauß: „Denkmal für Schnee“ – Hauptpreisträgerin RLB Kunstpreis 2024
Dienstag, 21. Juli 2026, 18 Uhr
Alpengasthof Halsmarter am Glungezer

Da das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum wegen umfassender Umbau- und Neubaumaßnahmen 2024 bereits geschlossen war, hat Esther Strauß ein außergewöhnliches Projekt im alpinen Raum entwickelt. Die Arbeit setzt sich mit dem langsamen Verschwinden des Schnees auseinander und bindet dabei unterschiedlichste Perspektiven und Menschen ein.

Presseinformation
Presseinformation, Pressefotos und Booklet zur Ausstellung stehen zum Download unter https://kunstbruecke.at/presse/ zur Verfügung.

Rückfragen an:
Silvia Höller, Leitung, Kunstbrücke
+43 512 5305-13566
silvia.hoeller@rlb-kunstbruecke.at

Martina Baur, kuratorische Assistenz

Alle Inhalte dieser Meldung als .zip:

Sofort downloaden

Bilder (10)

PreistraegerInnen_RLB_Kunstpreis_2026
2 800 x 1 774 © Guenter Kresser
Matthias_Noggler
2 634 x 4 000 © Guenter Kresser
Simona_Obholzer
2 667 x 4 000 © Guenter Kresser
Vik_Bayer
2 647 x 4 000 © Guenter Kresser
Untitled 2023
2 906 x 3 146 © Cedric Mussano
Ohne Titel 2025
3 840 x 2 496 © Guenter Kresser
Holzauge 2025
3 543 x 2 363 © Guenter Kresser
Slo-Mo Visions of Refusal of Unfulfilled Promises 2024
3 076 x 1 718 © Vik Bayer
33.384,6 m2, 2026
3 840 x 2 160 © Simona Obholzer
DIN 18035 2024
3 543 x 2 363 © Guenter Kresser