16.06.2026 | 10 Bilder 1 Dokument

EXTREM. Anpassungsstarke Natur

Die neue Ausstellung „Extrem“ in der Weiherburg beim Alpenzoo beleuchtet Tiere und Pflanzen, die in extremen Lebensräumen zu Hause sind, und erzählt von ihren faszinierenden Strategien und Fähigkeiten
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Blick in die Ausstellung „Extrem. Anpassungsstarke Natur“ in der Weiherburg beim Alpenzoo.

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Weiherburg beim Alpenzoo // 18.6.2026 – 30.1.2028 

Die Ausstellung „Extrem. Anpassungsstarke Natur“ in der Weiherburg beim Alpenzoo erzählt von Lebewesen, die dort zu Hause sind, wo das Leben aus menschlicher Sicht schwierig wird: in eisiger Kälte, großer Hitze, extremer Trockenheit oder dauerhafter Nässe. Sie führt durch Wüsten, Moore, Hochgebirge und andere besondere Lebensräume und zeigt, wie Pflanzen und Tiere im Laufe der Evolution erstaunliche Strategien entwickelt haben, um genau dort bestehen zu können – mit Rückzug, Tarnung, Frostschutz oder erstaunlicher Geduld. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Moore, die nicht nur Lebensraum hoch spezialisierter Arten sind, sondern auch wertvolle Kohlenstoffspeicher, Wasserspeicher und Archive der Klima- und Umweltgeschichte. Im Mittelpunkt stehen originale Objekte aus den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen: Fossilien, Präparate, Modelle und historische Sammlungsstücke erzählen von Anpassung, Wandel und Überleben.

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Weiherburg beim Alpenzoo // 18.6.2026 – 30.1.2028 

Die Ausstellung „Extrem. Anpassungsstarke Natur“ in der Weiherburg beim Alpenzoo erzählt von Lebewesen, die dort zu Hause sind, wo das Leben aus menschlicher Sicht schwierig wird: in eisiger Kälte, großer Hitze, extremer Trockenheit oder dauerhafter Nässe. Sie führt durch Wüsten, Moore, Hochgebirge und andere besondere Lebensräume und zeigt, wie Pflanzen und Tiere im Laufe der Evolution erstaunliche Strategien entwickelt haben, um genau dort bestehen zu können – mit Rückzug, Tarnung, Frostschutz oder erstaunlicher Geduld. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Moore, die nicht nur Lebensraum hoch spezialisierter Arten sind, sondern auch wertvolle Kohlenstoffspeicher, Wasserspeicher und Archive der Klima- und Umweltgeschichte. Im Mittelpunkt stehen originale Objekte aus den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen: Fossilien, Präparate, Modelle und historische Sammlungsstücke erzählen von Anpassung, Wandel und Überleben.

Zu feucht, zu trocken, zu kalt, zu heiß? Gibt’s nicht! Evelyn Kustatscher, Kuratorin und Leiterin der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen, erklärt: „Pflanzen und Tiere haben im Laufe der Evolution erstaunliche Strategien entwickelt, in Lebensräumen zu leben und zu überleben, die für uns Menschen undenkbar sind. Sie vermeiden zum Beispiel Hitze oder Frost durch Rückzug, schützen sich mit speziellen Stoffen vor dem Gefrieren oder Austrocknen, wieder andere nutzen Habitate, die für uns lebensfeindlich erscheinen, als idealen Lebensraum. In der Ausstellung ,Extrem. Anpassungsstarke Natur‘ beleuchten wir eine kleine Auswahl dieser faszinierenden Pflanzen und Tiere und sorgen anhand anschaulicher Beispiele für Staunen.“ André Stadler, Direktor des Alpenzoos, ergänzt: „,Extrem‘ ist bereits die fünfte Ausstellung, die die Tiroler Landesmuseen im Naturkundemuseum Weiherburg beim Alpenzoo präsentieren. Wir freuen uns sehr, in der Weiherburg wieder außergewöhnliche Einblicke in die faszinierende Natur um uns herum bieten zu können.“

Einfrieren, austrocknen, eingraben
Die Libelle etwa ist in ihren frühen Entwicklungsstadien – vom Ei zum Erwachsenenstadium – ans Gewässer gebunden, es kann ihr gar nicht zu feucht sein. Flechten hingegen fühlen sich in der Regel auf exponierten Gesteinsflächen, wo Wasser Mangelware ist, überaus wohl – sie können auch vollständig austrocknen, ohne Schaden zu nehmen. Auch die Eier des Triops, des winzigen Urzeitkrebses, können jahrzehntelang im ausgetrockneten Boden überleben. Kommt es dann zu starkem Regen, geht alles ganz schnell: die Triopse schlüpfen. Kälte wiederum macht bestimmte Arten von Fröschen nichts aus, zum Beispiel den Nordamerikanischen Moorfröschen: Sie frieren im Winter vollständig ein und überstehen Temperaturen bis zu –16°C. Zucker und spezielle Proteine verhindern dabei, dass gefährliche Eiskristalle die Zellen zerstören. Beim Auftauen beginnt das Herz des Frosches wieder zu schlagen. Auch der Floh überlebt Kälte bis –15°C, da sein Stoffwechsel dem des Frosches gleich ein körpereigenes Frostschutzmittel aus Zuckern und Alkohol produziert. Gegen extreme Hitze hat hingegen die Wüstensandviper eine Strategie entwickelt: Tagsüber gräbt sie sich im lockeren Boden ein und schützt sich so vor Hitze und Austrocknung. Gleichzeitig hält sie dabei auch nach Beute Ausschau. „Die Ausstellung ,Extrem‘ lädt dazu ein, die eigene Perspektive zu wechseln und zu entdecken, wie vielfältig, präzise und erstaunlich das Leben unter extremen Bedingungen sein kann“, betont Kuratorin Evelyn Kustatscher.

Naturwissenschaftliche Sammlung vor den Vorhang
Die Naturwissenschaftliche Sammlung der Tiroler Landesmuseen besteht aus mehr als 3,5 Millionen Objekten – von Tieren und Pflanzen über Pilze und Fossilien bis hin zu Mineralien und Gesteinen. Sie machen die Tiroler Landesmuseen zu einem besonderen Wissensspeicher über die Natur des Alpenraums. So stehen zahlreiche dieser originalen Objekte aus den Naturwissenschaftlichen Sammlungen im Mittelpunkt der Ausstellung „Extrem“: Fossilien, Präparate, Modelle und historische Sammlungsstücke. „In Zusammenarbeit mit dem Alpenzoo Innsbruck werden diese naturwissenschaftlichen Schätze in der Weiherburg vor den Vorhang geholt und ins Blickfeld gerückt. Es freut uns sehr, dass das Freizeitangebot der Stadt Innsbruck mit dieser gelungenen Zusammenarbeit zwischen den Tiroler Landesmuseen und dem Alpenzoo um diesen spannenden Einblick in unsere faszinierende Natur bereichert wird“, so Johannes Anzengruber, Bürgermeister der Stadt Innsbruck.

Besuch im Alpenzoo und der Ausstellung „Extrem“
Ein Ausstellungsbesuch lässt sich gut mit einem Ausflug in den Alpenzoo kombinieren. Der Eintritt ist im Ticketpreis des Zoos inbegriffen. Regulär ist die Ausstellung, gleich wie der Alpenzoo, täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr im Sommer bzw. bis 17 Uhr im Winter geöffnet. Kuratorin Evelyn Kustatscher und ihr Team geben im Rahmen von Führungen ihre eigene Begeisterung für die Überlebenskünstler in extremen Lebensräumen und die faszinierende Welt der Moore an die Besucher*innen weiter. Die genauen Termine finden Sie auf unserem Flyer und online unter tiroler-landesmuseen.at/ausstellungen/extrem

 

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