23.09.2026 | 9 Bilder 2 Dokumente

Am Wegesrand: „Ferdinandeum unterwegs“ in Imst

Felix Heiß, Daniel Nikolaus Kocher, Lisa Krabichler, Thordis Wolf im Dialog mit Theodor von Hörmann
Am Wegesrand_Museum im Ballhaus © Lisa Krabichler

rechts im Bild: Theodor von Hörmann: Der Maler im Blumengarten (Selbstporträt), um 1892; Ältere kunstgeschichtliche Sammlung der Tiroler Landesmuseen; links im Bild: Lisa Krabichler: Serie "Postkarten aus Dachau"; Museum im Ballhaus

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Der Maler Theodor von Hörmann (1840–1895) zählt zu den Wegbereitern des Impressionismus in Österreich und gilt als bedeutender Vorläufer der Wiener Secession. In der Ausstellung „Am Wegesrand“, im Rahmen von „Ferdinandeum unterwegs“, setzen sich vier zeitgenössische Künstler*innen mit Hörmanns Werk und Kunstverständnis auseinander. In Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation, Bildhauerei und Musik treten sie in einen Dialog mit seinem Œuvre und eröffnen neue Perspektiven auf sein Schaffen.

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Der Maler Theodor von Hörmann (1840–1895) zählt zu den Wegbereitern des Impressionismus in Österreich und gilt als bedeutender Vorläufer der Wiener Secession. In der Ausstellung „Am Wegesrand“, im Rahmen von „Ferdinandeum unterwegs“, setzen sich vier zeitgenössische Künstler*innen mit Hörmanns Werk und Kunstverständnis auseinander. In Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation, Bildhauerei und Musik treten sie in einen Dialog mit seinem Œuvre und eröffnen neue Perspektiven auf sein Schaffen.

Barbara Hauser, Kulturreferentin der Stadt Imst, zeigt sich begeistert über die neue Ausstellung mit regionalem Bezug: „Als Geburtsort von Theodor von Hörmann, einem der wichtigsten Wegbereiter des österreichischen Impressionismus, freuen wir uns in Imst sehr über die Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen. Die gemeinsame Ausstellung der Tiroler Landesmuseen, der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann und des Museum im Ballhaus ist eine wertvolle Gelegenheit, dieses bedeutende künstlerische Erbe gemeinsam sichtbar zu machen und neue Perspektiven auf Hörmanns Werk zu eröffnen.“ Auch Andreas Rudigier, Direktor der Tiroler Landesmuseen, schätzt die Zusammenarbeit: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Werke aus der Sammlung der Tiroler Landesmuseen im Rahmen von ‚Ferdinandeum unterwegs‘ über die Landeshauptstadt hinaus in andere Regionen Tirols zu tragen. Die Kooperation mit dem Museum im Ballhaus und der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann zeigt, wie vielseitig und lebendig die Kulturlandschaft in Tirol ist.“

Nachhall bis in die Gegenwart
Der Weg zur Kunst verlief für Theodor von Hörmann nicht geradlinig: Nach seiner Laufbahn als Offizier studierte er an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Mit seiner Heirat im Jahr 1884 begann eine intensive Phase des Reisens, u. a. nach Paris, die sein künstlerisches Schaffen nachhaltig prägte. Sein Lebensweg gibt Raum für Interpretationen – bis in die Gegenwart. Rosanna Dematté, Kuratorin der Ausstellung und Mitarbeiterin der Tiroler Landesmuseen, beschreibt die Auseinandersetzung der Künstler*innen mit den Werken Hörmanns: „Die Galerie in Imst trägt den Namen Theodor von Hörmann, weil sein Werk bis heute Anknüpfungspunkte für die künstlerische Arbeit bietet. In der Ausstellung wird der Maler Teil einer temporären Forschungsgemeinschaft. Drei Kulturinstitutionen in Imst, die Tiroler Landesmuseen, die Schüler*innen der Imster HTL und auch das Publikum forschen und denken mit den Künstler*innen mit. Felix Heiß, Daniel Nikolaus Kocher, Lisa Krabichler und Thordis Wolf begegnen ihm als Gesprächspartner*innen, vertiefen in ihren eigens für die Ausstellung produzierten Werken sein Kunstverständnis und seinen Werdegang. Kunstgeschichte ist nie zu Ende erzählt, sondern bleibt stets ein lebendiger Dialog.“

Hörmanns Opus nachhaltig weitergedacht
Die Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Theodor von Hörmanns bildete die inhaltliche Grundlage für einen Wettbewerb der HTL Imst zur Gestaltung von Möbelstücken. Zwei Entwürfe von Schüler*innen wurden von einer Fachjury ausgewählt und in den Werkstätten der Schule umgesetzt. Seine Lebenszeit, sein künstlerischer Weg sowie die Epoche des ausgehenden 19. Jahrhunderts dienten den Schüler*innen als Inspiration. Historische Bezüge wurden aufgegriffen und in eine zeitgemäße Gestaltung übersetzt. Nach der Ausstellung bleiben die entstandenen Möbel in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann und im Museum im Ballhaus erhalten, und bewahren die Erinnerung an Hörmanns Schaffen.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Fr, 23.10.26, 19 Uhr: Künstler*innengespräch und literarischer Beitrag
Felix Heiß, Daniel Nikolaus Kocher, Lisa Krabichler, Thordis Wolf im Gespräch mit Rosanna Dematté
Literarischer Beitrag: Claudia Grabenweger

Do, 19.11.26, 19 Uhr: Theorie von Hörmann. Theaterperformance
Julia Amprosi (Inszenierung/Konzept) und Maximilian Heiß (Schauspiel) nähern sich in einer persönlichen Interpretation dem Imster Maler Theodor von Hörmann an.

Beide Veranstaltungen finden in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann bei freiem Eintritt statt.

Städtische Galerie Theodor von Hörmann und Museum im Ballhaus
Am Wegesrand – Felix Heiß, Daniel Nikolaus Kocher, Lisa Krabichler, Thordis Wolf im Dialog mit Theo-dor von Hörmann
25.09.2026 – 09.01.2027

Do. – Sa., 14 – 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen, im Museum zusätzlich am Di.
Im Advent auch am So. 6.12., 13.12. und 20.12., 14 – 18 Uhr

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